Der Herbst überzieht das Land und lässt es nicht nur erbunten sondern auch ergrauen. Dicke Nebelschwaden wabern um die Jenaer Hügellandschaft und hinterlassen nasse Wiesen und trübe Mienen. Doch die kühlen Tage lassen sich besser genießen, wenn etwas Selbstgemachtes ein kuschliger Begleiter ist.
Schon seit einer Weile hege ich den Wunsch, einen Cape zu basteln. Einen kuschligen Überwurf mit großer Kapuze, leider fand ich nie den geeigneten Stoff. Aber wie der Zufall es wollte, fand ich im Aldiangebot eine riesige Decke, die genau meinen Vorstellungen entsprach. Ich habe mich trotz des schon grauen Wetters für Schwarz entschieden, einfach aus dem Grund, weil es zu allem passt :)
Und weil er so schnell und warm ist: Hier die Anleitung!
Was du brauchst:
*Vlies-, Woll- oder Walkstoff
*Stoffschere
*Nähmaschiene (Vlies lässt sich auch gut mit Hand nähen, was allerdings etwas länger dauert)
*Maßband
*Schneiderkreide (oder auch nicht, freischnautze funktioniert auch- wenn das Augenmaß stimmt)
*bunte Knöpfe
Und so geht es:
1. Maß nehmen
Zum einen wird vom Handgelenk bis zum Dekolteé ausgemessen und zum anderen vom Hals (etwas tiefer) bis zu der gewünschten Länge, die die Jacke später haben soll. Beide Längen werden mal2 genommen.
2. Abmessen und Auschneiden
Der Stoff nun zusammenlegen (2mal falten) und die Maße übertragen. Es funktioniert natürlich auch ohne Maße. Wichtig ist, dass es keinen richtigen Viertelkreis ergibt. (Siehe Foto) Der Kopfausschnitt sollte außerdem nicht zu groß augeschnitten werden. Nun alles auschneiden.
3. Nun werden die Arme abgenäht. Die Naht sollte nicht zu weit oben oder zu lang sein, sonst kann man nicht mehr die Arme durchstecken. Wichtig ist, dass die Nähte auf beiden Seiten gleichlang und auf gleicher Höhe sind.
4. Anschließend habe ich vorne die Jacke aufgeschnitten, bunte Knöpfe angenäht und Knopflöcher reingeschnitten. Auf das umnähen habe ich bei der Jacke verzichtet. Zum einen befindet sich die Nähmaschine gerade in der Pupertät und zickt rum und zum anderen hält der Stoff sich auch so sehr gut.
5. Die Kapuze
Für die Kapuze habe ich eine Schnittvorlage genommen. Und zwar von diesem Blog: http://gesehenundgesehenwerden.blogspot.de/2012/09/wendeponcho-tutorial.html
(Dieser wunderbare Poncho ist auch nicht ohne, vielleicht im nächsten Jahr...) Die Kaputze annähen und fertsch!
6. Das Ergebnis
Viel Freude beim Nähen! :)
Freitag, 11. Oktober 2013
Montag, 6. Mai 2013
Was dem einen Unkraut, ist des anderen Suppe
Die Natur bietet viele Köstlichkeiten, die auf den ersten
Blick sehr unscheinbar sind. So haben, dank unappetitlichen Tee und brennender
Haut, Brennnesseln einen schlechten Ruf- zu Unrecht. Eine köstliche Suppe lässt
sich aus ihnen zaubern. Der Weg zu der leckeren Speise muss sich allerdings
hart verdient werden. Handschuhe sind unabdingbar! :)
Was du brauchst:
*Viele, viele Brennnesseln! Für sechs hungrige Mäuler sollten
es schon 1- 1 1/2 Beutel sein (normale Stoffbeutel) Lieber zu viel als
zuwenig…aufwärmen geht immer! :)
Zu beachten ist, dass die oberen jungen Spitzen gepflückt
werden sollten
*Sahne
*Zwiebeln/Lauch
*Butter
*Brühe
Wie du das Süppchen kochst:
Von den Brennnesseln harte Stielchen entfernen und waschen.
(Gummihandschuhe)
Die Butter mit Zwiebeln in einem Topf erwärmen und die
Blätter dazugeben. Solange kochen lassen, bis die Blätter zusammengefallen sind
(wie beim Spinatkochen). Anschließend Brühe und Sahne dazugeben und alles 20
min. köcheln lassen. Nun pürieren und nachwürzten und gegebenenfalls noch verdünnen.
Fertsch und schmecken lassen!
Guten Appetit!
Für schmerzende Hände übernehme ich keine Haftung! :)
Montag, 25. März 2013
Das Täschchen
Manch einer widmet sich ab und zu dem Nikotingenuss. Das kann man kritisieren- muss man aber nicht.
Um Tabakkrümel in der Tasche zu vermeiden, habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt (Danke an Anna für diese) und etwas für Freunde genäht. Am Ende ist ein Täschchen herausgekommen in welches man die Zutaten für oben erwähnten Konsum reinfüllen kann, aber kann es natürlich auch für alles mögliche andere nutzen.
Vielleicht fehlte genau dieses Utensil dem ein oder anderen.
Was du brauchst:
Stoff (zwei verschiedene wenn gewollt)
Nähmaschine
Stoffschere
Knopf und Schlaufe (Gummi) für den Verschluss
Wie du es machst:
Als erstes den Stoff zuschneiden. Als Länge habe ich 39,5 cm gewählt. Die Breite ist allerdings etwas zu knapp bemessen gewesen. Deswegen würde ich 15/16cm empfehlen. Als Maßstab habe ich eine Tabakpackung genommen.
Dann habe ich das ganze auf einen zweiten Stoff übertragen.
Anschließend habe ich mir die Tasche unterteilt und an den Seiten zusammengenäht.
Ebenso habe ich es noch in drei kleine Fächer für Filter, Feuerzeug und Paper unterteilt. (Auch für Stifte, Kaugummi, Lippenstift etc. verwendbar)
In diesem Sinne viel Spaß, falls es jemanden gibt, der es versucht - ob nun nach meiner Anleitung oder aus eigener Kreativität heraus. :)
Um Tabakkrümel in der Tasche zu vermeiden, habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt (Danke an Anna für diese) und etwas für Freunde genäht. Am Ende ist ein Täschchen herausgekommen in welches man die Zutaten für oben erwähnten Konsum reinfüllen kann, aber kann es natürlich auch für alles mögliche andere nutzen.
Vielleicht fehlte genau dieses Utensil dem ein oder anderen.
Was du brauchst:
Stoff (zwei verschiedene wenn gewollt)
Nähmaschine
Stoffschere
Knopf und Schlaufe (Gummi) für den Verschluss
Wie du es machst:
Die beiden Hälften habe ich anschließen linksrum zusammengenäht.
Allerdings muss eine kleine Öffnung zum wenden offenbleiben.
Die "Kissenhülle" nach dem zusammennähen wieder wenden und die offene Stelle zunähen.
Anschließend habe ich mir die Tasche unterteilt und an den Seiten zusammengenäht.
Ebenso habe ich es noch in drei kleine Fächer für Filter, Feuerzeug und Paper unterteilt. (Auch für Stifte, Kaugummi, Lippenstift etc. verwendbar)
Noch einen Knopf und einen Gummi annähen zum verschließen und schon ist das Ding fertig...
Ich gebe zu, die Nähte auf der Rückseite durch die kleine Fächer sind nicht so schön und erst ein Kissen nähen könnte man weglassen, weil es ja am Ende sowieso zusammengenäht wird. Aber es war mein Anfängerstück und ich bin sehr zufrieden :) Versuch macht kluch...
In diesem Sinne viel Spaß, falls es jemanden gibt, der es versucht - ob nun nach meiner Anleitung oder aus eigener Kreativität heraus. :)
Mittwoch, 27. Februar 2013
Tschuldigung, habs eilig oder: Das Geschäft in der Fußgängerzone
Ach...einfach drauf losschreiben...
Es kommt nicht selten vor, dass ich auf der Straße von Organisationen angesprochen werden, die etwas "Gutes" für die Welt tun wollen. Jedesmal laufe ich, eine Entschuldigung stammelnd, schnell dran vorbei. Nur wenige Menschen bleiben wirklich stehen und unterhalten sich mit den, meist jungen, engagierten Menschen.
Jedes Mal wieder überkommt mich ein bisschen schlechtes Gewissen. Aber muss ich das überhaupt haben?
Zum einen habe ich das Gefühl, dass es viele der jungen Menschen des Geldes wegen machen. Möglichst viele Menschen zur Unterschrift bewegen füllt auch sicherlich die eigene Tasche. Ich möchte niemanden etwas unterstellen und finde es toll, wenn es Menschen gibt, die mit Herzblut bei solchen Sachen sind-
Aber ich habe es selbst erlebt, wie ich auf dem Campus angesprochen wurde, ob ich nicht bei eben solchen Ständen und Organisationen mitmachen möchte. Die Bezahlung wäre nicht schlecht. Ich finde es nicht überzeugend, wenn mich jemand vom Mensch und Tier retten überreden will, der das nur des Geldes wegen macht.
Und zum anderen kann ich nicht einschätzen ob das Geld, was ich spenden würde, auch wirklich da ankommt wo es gebraucht wird. Es gibt sicherlich unter den vielen Organisationen und Vereinen auch welche, die das Geld richtig verwenden und vernünftig umsetzten, aber woran erkenne ich die sofort auf der Straße? Selbst große Namen stehen immer wieder in der Kritik, eben nicht so weltrettend zu handeln wie sie vorgeben. Und ein Geschäft möchte ich nicht auf der Straße abschließen, wenn ich in Eile bin und mir vielleicht in der Hektik nur die Hälfte des Spendenvertrags durchlese, der sich meistens auf eine monatliche Spende bezieht.
Ich möchte mich auch nicht erst zu etwas überreden lassen. Ich möchte selbst entscheiden wofür, wie und was ich Gutes tue. Und ich möchte das nicht tun, in dem ich zich Organisationen Geld in die Tasche stecke. Ich glaube, durch alltägliche Handlungen können wir viele Dinge verbessern. Das ist auch nicht einfach, wie ich immer wieder feststelle. Richtig Lüften, nicht zu viel Essen wegschmeißen bzw. gar nicht erst zuviel kaufen; und faire Klamotten kaufen...das braucht immer wieder einen Tritt in den eigenen Hintern, weil ich mich dabei erwische, wie ich doch wieder um einen Pullover von H&M schleiche.
Wenn ich eine Organisation finden würde, von der ich mit größerer Sicherheit sagen kann, dass sie wirklich was gutes tut, dann würde ich mich auch engagieren. Auch ohne Bezahlung.
Aber bisdahin versuche ich durch kleine Taten etwas zu verbessern. Das ist wie gesagt nicht leicht und ich nehme an, das geht nicht nur mir so. Aber wenn wir uns gegenseitig drauf hinweisen, dann klappt das.
:)
Es kommt nicht selten vor, dass ich auf der Straße von Organisationen angesprochen werden, die etwas "Gutes" für die Welt tun wollen. Jedesmal laufe ich, eine Entschuldigung stammelnd, schnell dran vorbei. Nur wenige Menschen bleiben wirklich stehen und unterhalten sich mit den, meist jungen, engagierten Menschen.
Jedes Mal wieder überkommt mich ein bisschen schlechtes Gewissen. Aber muss ich das überhaupt haben?
Zum einen habe ich das Gefühl, dass es viele der jungen Menschen des Geldes wegen machen. Möglichst viele Menschen zur Unterschrift bewegen füllt auch sicherlich die eigene Tasche. Ich möchte niemanden etwas unterstellen und finde es toll, wenn es Menschen gibt, die mit Herzblut bei solchen Sachen sind-
Aber ich habe es selbst erlebt, wie ich auf dem Campus angesprochen wurde, ob ich nicht bei eben solchen Ständen und Organisationen mitmachen möchte. Die Bezahlung wäre nicht schlecht. Ich finde es nicht überzeugend, wenn mich jemand vom Mensch und Tier retten überreden will, der das nur des Geldes wegen macht.
Und zum anderen kann ich nicht einschätzen ob das Geld, was ich spenden würde, auch wirklich da ankommt wo es gebraucht wird. Es gibt sicherlich unter den vielen Organisationen und Vereinen auch welche, die das Geld richtig verwenden und vernünftig umsetzten, aber woran erkenne ich die sofort auf der Straße? Selbst große Namen stehen immer wieder in der Kritik, eben nicht so weltrettend zu handeln wie sie vorgeben. Und ein Geschäft möchte ich nicht auf der Straße abschließen, wenn ich in Eile bin und mir vielleicht in der Hektik nur die Hälfte des Spendenvertrags durchlese, der sich meistens auf eine monatliche Spende bezieht.
Ich möchte mich auch nicht erst zu etwas überreden lassen. Ich möchte selbst entscheiden wofür, wie und was ich Gutes tue. Und ich möchte das nicht tun, in dem ich zich Organisationen Geld in die Tasche stecke. Ich glaube, durch alltägliche Handlungen können wir viele Dinge verbessern. Das ist auch nicht einfach, wie ich immer wieder feststelle. Richtig Lüften, nicht zu viel Essen wegschmeißen bzw. gar nicht erst zuviel kaufen; und faire Klamotten kaufen...das braucht immer wieder einen Tritt in den eigenen Hintern, weil ich mich dabei erwische, wie ich doch wieder um einen Pullover von H&M schleiche.
Wenn ich eine Organisation finden würde, von der ich mit größerer Sicherheit sagen kann, dass sie wirklich was gutes tut, dann würde ich mich auch engagieren. Auch ohne Bezahlung.
Aber bisdahin versuche ich durch kleine Taten etwas zu verbessern. Das ist wie gesagt nicht leicht und ich nehme an, das geht nicht nur mir so. Aber wenn wir uns gegenseitig drauf hinweisen, dann klappt das.
:)
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